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Auf dem Weg zur Gastromeilefuzo


In beinahe jeden Leerstand in der Innenstadt zieht ein Lokal – was IN City mit Sorge sieht


Von Michael Schmatloch

Was gibt es schöneres, als den Einkaufsbummel in der Innenstadt mit einem Cappuccino zu beginnen oder bei einem Aperitif ausklingen zu lassen? So verlockend das auch klingen mag. Für die Ingolstädter Innenstadt wird die zunehmende Gastronomiesierung allmählich zu einem ernst zu nehmenden Problem. In nahezu jedem Leerstand passender Größe siedelt sich ein Lokal an, in der Theresienstraße bereitet aktuell Augustiner eine gastronomische Punktladung vor, Sandro vom „Corso“ will sein gastronomisches Reich um ein weiteres Café erweitern. Und in der Ludwigstraße bezieht gleich gegenüber von K+L bald „Coffee Fellows“ Quartier. Da sei, wie uns Elmar Zieglmeier, Inhaber von Zieglmeier-Immobilien, sagte, die Tinte unter dem Vertrag zwar noch nicht trocken. Aber man sei sich weitgehend einig.
„Mir macht diese Entwicklung nicht erst seit gestern Sorgen“, sagt IN-City-Chef Thomas Deiser, der einen gesunden Mix in der Innenstadt allmählich gefährdet sieht. Auch wenn das die Stadt in diesen Dingen beratende Institut „Cima“ Tagesgastronomie in der Innenstadt nicht schädlich findet, so bleibt doch die Frage nach dem rechten Maß.
„Von 100 Antragstellern bei unserem City-Freiraumprojekt kommt nahezu die Hälfte aus dem Gastrogewerbe“, weiß Deiser. Doch dass sich die weiter markant in der Innenstadt und der Fußgängerzone ausbreitet, sieht er schon mit Skepsis. „Ich sehe gute Gastronomie, die wir hier auch brauchen, aber ich sehe auch immer mehr Imbisslokale, was ich nicht unbedingt für förderlich halte.“
Besonders im Sommer seien viele Lokale dank ihrer Außengastronomie auch kontraproduktiv für die benachbarten Einzelhändler, weil an die Schaufenster oft niemand mehr herankäme.
„Wenn dann auch noch Stühle an der Hauswand stehen und gerade mal ein ganz schmaler Weg übrigbleibt, dann haben die benachbarten Geschäfte kaum eine Chance“, so Deiser. Gefragt sei ein gesunder Mix aus Handel, Dienstleistung und Gastronomie. Und diesen Mix sieht der IN-City-Chef durchaus gefährdet. Und auch im Sinne der Gastronomen selbst dürfte man es mit der Zahl der Lokale nicht übertreiben.
Bei IN City will er demnächst einen Strategiekreis gründen, der auch die zunehmende Gastronomisierung und die daraus ableitbaren Konsequenzen zum Thema haben soll.

 

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