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Bechstädt oder besser „Pechstädt“?bech


Der SPD-Stadtrat soll geheime Papiere an Angeklagte in der Klinikums-Affäre geschickt haben


Von Michael Schmatloch

Alles begann mit einem Fall, der schnell unter dem Schlagwort „Dick und Doof“ gehandelt wurde. Der damalige Geschäftsführer des Ingolstädter Klinikums, Alexander Zugsbradl, hatte im Juli vergangenen Jahres gegen SPD-Stadtrat Robert Bechstädt und den früheren Pressesprecher des Klinikums Strafantrag gestellt.
Und das in Facebook auch bekannt gemacht mit einem legendären Post, für den er das Bild von Dick und Doof verwendet hatte und in dem er kundtat, „Strafantrag gegen Jimmy und Joschi“ gestellt zu haben. Und genau dieser Fall fliegt Robert Bechstädt jetzt offenbar mächtig um die Ohren. Denn in den Ermittlungen zu jenem Fall ging es darum, dass Bechstädt in einem anonymen -Schreiben behauptet haben soll, Zugsbradl sei mit der Frau des Oberbürgermeisters Lösel verwandt und deswegen zu dem lukrativen Job gekommen. Bechstädt selbst bestreitet diesen Vorwurf. Christian Lösel hatte deswegen denn auch Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt.
Schwerer indes wiegen andere Vorwürfe. Denn es sollen im Zuge der Ermittlungen zudem Gesprächsnotizen und Mails aufgetaucht sein, die belegen sollen, dass Robert Bechstädt geheime Sitzungsunterlagen aus nicht öffentlichen Sitzungen des Krankenhauszweckverbandes an Beschuldigte in der Klinikums-Affäre geschickt hat. Bechstädt soll zudem Abstimmungsergebnisse inklusive der Namen an sie weitergegeben haben.
Dazu wird sich Bechstädt nun gegenüber dem Rathaus und auch dem Zweckverband erklären müssen. Eine „Einladung“ des Hauptamtes hat er bereits bekommen. Und der Zweckverband tagt am 7. Februar und befasst sich genau mit diesem Thema. Genauer gesagt mit der Frage, ob Robert Bechstädt aus dem Zweckverband ausgeschlossen werden soll oder gar muss.
„Da kann ich mich nicht erinnern“ sagt Robert Bechstädt auf Nachfrage unserer Zeitung, angesprochen auf den Vorwurf, Abstimmungsergebnisse weitergegeben zu haben. Die Behauptung, die Frau des Oberbürgermeisters sei mit dem ehemaligen Interimsgeschäftsführer des Klinikums, Alexander Zugsbradl, verwandt, sei auf jeden Fall nicht von ihm in die Welt gesetzt worden. Bechstädt könne sich lediglich erinnern, dass dieses Gerücht durch die Stadt gegangen sei. Und angesprochen auf Unterlagen aus dem Krankenhauszweckverband, die er an Beschuldigte in der Klinikums-Affäre weiter¬geben haben soll, meint er: „Das waren . . .“ Dann bricht er ab und sagt, er müsse erst einmal schauen, was ihm vorgeworfen werde. Und bis dahin werde er sich nicht äußern. „Ich lasse das von meinem Anwalt prüfen“, so Bechstädt knapp.
Die Affäre hat aber noch eine weitere Dimension. Denn Bechstädt soll auch die Fraktion der SPD und auch andere Oppositionsstadträte über die ihm zur Last gelegten Aktivitäten informiert haben.
Zumindest über die angebliche Verwandtschaft Lösels mit Zugsbradl, an der natürlich nichts dran ist. Er soll auch versucht haben, den BR in dieser Sache sozusagen heiß zu machen.
Inzwischen hat Robert Bechstädt dem Vernehmen nach seinen Posten im Verwaltungsrat des Krankenhauszweckverbandes freiwillig zur Verfügung gestellt. Ob damit die Anhörung im Verwaltungsrat hinfällig wird, muss sich zeigen.

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